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Fondant mit Möhren und weißer Schokolade, dazu dunkles Schokoladensorbet

Um wieder up-to-date zu sein fehlt jetzt noch der Beitrag zu dem Fondant, welches ich im … zubereitet habe. Und diesen Beitrag liefere ich nun nach. Bei diesem Fondant handelt es sich nicht um ein Fondant, also eine Zuckermasse, wie man es im Deutschen versteht, sondern um die französische Version. Dabei handelt es sich meist um einen Schokokuchen mit leicht flüssigem Kern.

Das kleine Küchlein mit einem flüssigen Kern aus Möhrenpüree und weißer Schokolade sollte gut zu dem Schoko-Sorbet passen. Auch von den Zutaten hält sich der Aufwand für dieses Rezept in Grenzen. Es gibt nämlich nur drei Bestandteile: Das Sorbet, der Kuchen und die Füllung dazu.

Aber nicht immer braucht es für ein Dessert viele Zutaten, wie z. B. in meinem Dessert Schokolade und Kirsche. Gerade in der Einfachheit und in der Reduzierung der Zubereitung kann ein Gericht auch glänzen. Dieser Ansatz wird mehr und mehr verfolgt, insbesondere lässt sich dies beispielsweise bei Daniel Humm beobachten. In seinem Kochbuch „EMP – The next chapter“ wird bewusst vereinfacht und reduziert. Fanden sich vormals teils bis zu 12 Unterrezepte in den einzelnen Gerichten, so wird heute in manchen nur noch 2-3 Zutaten verwendet und diese in 3-5 Unterrezepten verarbeitet. Weniger ist eben manchmal mehr. Das eine solche Reduzierung erst einmal verwundert und vielleicht vor den Kopf stößt ist natürlich zu erwarten. Hinterfragt man jedoch dieses Konzept, so scheint dies doch auf seine Art stimmig zu sein. Ich jedenfalls war zu Beginn recht verwundert. Hat man doch bei Daniel Humm vorher ausgetüftelte Teller vorgefunden mit vielen kleinen Details, so werden diese jetzt nur noch sparsam umgesetzt. Mittlerweile muss ich jedoch gestehen, gefällt mir diese Rückkehr zur Einfachheit. Fast wie im Lebensstil des Minimalismus. Das heißt natürlich nicht, dass jeder nun zwanghaft so arbeiten oder leben muss, aber es ist zumindest ein interessanter Gedanke.

Gordon Ramsays Gerichte zeichneten sich sowieso – zumindest dem doch schon älteren 3-Sterne Kochbuch nach – durch eher weniger Zutaten und Zubereitungsschritte aus. Getreu seinem Motto in der Einleitung des Buchs: Jede Zutat muss sich ihren Platz auf dem Teller verdienen.

Aber ich schweife ab 🙂 Das Schoko-Sorbet braucht naturgemäß etwas länger, deshalb habe ich am Vortag schon mit der Zubereitung begonnen. Wieder einmal trifft wohl die Bezeichnung Sorbet auf das Rezept von Ramsay nicht zu, da Sahne in dem Sorbet verwendet wird. Somit ist es natürlich kein Sorbet mehr. Da lediglich noch Schokolade und Zucker hinzugefügt werden, habe ich mich wieder entschlossen, selber ein Schoko-Sorbet zu bilanzieren:

Rezept
1. Trockene Zutaten (Zucker, Glucose, Dextrose, Inulin, Bindemittel) mischen
2. Schokolade hacken
3. Wasser zu den trockenen Zutaten geben und aufkochen
4. Aufgekochte Flüssigkeit auf die gehackte Schokolade gießen
5. Sorbet-Masse mindestens 6h, besser über Nacht in den Kühlschrank stellen
6. Vor dem Abziehen in der Eismaschine die Sorbet-Masse mit einem Stabmixer aufmixen
7. Nach dem Abziehen das Schokosorbet in den Gefrierer geben





Als nächstes wird sowohl für den Kuchenteig als auch die Füllung ein Möhrenpüree benötigt. Hierzu habe ich gehackte Möhren zusammen mit Karottensaft weichgekocht und abgegossen und den Kochsaft dabei aufgefangen.


Die weichen Möhren habe ich dann püriert und einen Teil des Pürees in einem Topf etwas getrocknet. Dieser trockenere Teil wird für den Kuchenteig verwendet. Unter den anderen Teil wird geschmolzene weiße Schokolade gerührt und in einer flachen Schüssel eingefroren. Zumindest solange, bis die Masse stichfest ist.


In der Zwischenzweit habe ich den Kuchenteig zubereitet. Die Zutaten könnt ihr hier sehen:

Zunächst habe ich Butter und weiße Schokolade geschmolzen und das getrocknete Möhrenpüree zugegeben. Davor habe ich noch die Eier getrennt und einen steifen Eischnee geschlagen.


Unter die Butter-Schokoladen-Möhren-Mischung habe ich die Eigelb gerührt und das Mehl und die gehackten Mandeln gegeben.


Zum Schluss Habe ich natürlich noch den Eischnee vorsichtig untergehoben. Der Kuchenteig kann nun verarbeitet werden.

Um ein schönes kleines Küchlein zu erhalten, habe ich Edelstahlringe verwendet die ich vorher mit Butter eingestrichen und mit einem kleinen Kreis Backpapier ausgelegt habe. Dann habe ich die Förmchen halb mit dem Teig gefüllt und dann mittels eines Ausstechers Taler aus der halbgefrorenen Karotten-Schoko-Masse ausgestochen. Dies war eine recht funzelige Angelegenheit. Besser wäre es gewesen beispielsweise Silikonhalbkugeln mit der Masse zu füllen und komplett gefrieren zu lassen. Dies macht den Einsatz der Füllung sicher viel einfacher. Eine volldurchgefrorene Füllung könnte jedoch nachteilig sein, wenn die Masse im Kern wieder flüssig werden soll, da die Küchlein im Ofen nur für ca. x Minuten sind. Dies habe ich jedoch noch nicht getestet.



Nach dem die Küchlein also im Ofen backten, ist das Rezept eigentlich auch schon fertig und sobald die Küchlein eine schöne goldbraune Färbung aufwiesen konnten diese auch schon aus dem Ofen und serviert werden.

Zum Anrichten habe ich die Küchlein etwas auskühlen lassen und dann auf einen Teller gesetzt und eine Nocke Schoko-Sorbet abgestochen und daneben gesetzt. Fertig!


Geschmacklich war der Fondant gut. Aber mit diesem Rezept mit Eiern, Butter, Mehl, Mandel und etwas Schokolade kann man auch nicht viel falsch machen. Als geschmacklicher Gegenpol bzw. eher als Begleiter hat sich das angenehm herbe und nicht sehr süße Schoko-Sorbet gezeigt. Es passte sehr gut zum Kuchen. Einzig die Füllung hat mich enttäuscht, da diese nicht wirklich aus dem Kuchen herausfloss, als ich diesen Anschnitt. Vielleicht habe ich hier einfach zu wenig Füllung und zu viel Teig verwendet. Das Bild im Kochbuch vermittelt dort natürlich einen anderen Eindruck. Wie viel davon der Food-Fotografie und dem Food Stylisten geschuldet ist, sei mal dahingestellt.

Insgesamt muss ich sagen, dass das Rezept gut gelungen ist und auch die Umsetzung nicht wirklich schwierig war. Insgesamt hat mir jedoch der wow-Faktor gefehlt. Das eigenbilanzierte Eis ist sehr gut und findet sich auch in anderen Desserts noch Verwendung aber den Kuchen muss ich jetzt nicht unbedingt noch einmal machen. Wie sagt man so schön: „Ganz nett, aber kein wirkliches Highlight.“.

Seid auch beim nächsten Mal dabei! Wenn ihr Fragen habt, einfach in die Kommentare damit oder per Mail. Bis Bald!

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